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Dauerstress abbauen: 7 Dinge die du 2022 anders machen solltest


Hast du in 2021, das mit dem Dauerstress abbauen versucht - und bist daran gescheitert? Keine Sorge, ich weis wie sich das anfühlt. Welche 7 Dinge du in 2022 anders machen kannst, erfährst du in diesem Blog.



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Tipp 1 - Hör auf, andere verantwortlich zu machen!


Die meisten Menschen, die Überfordert und gestresst sind, machen auch andere viel zu oft dafür verantwortlich. Es kann ja wirklich sein, dass Kinder, Chefs, Partner oder Kollegen einen das Leben schwer machen - aber letztendlich können wir nur daran etwas ändern, wenn wir Verantwortung für unsere Gefühle übernehmen.


Beispiel: Kind antwortet frech - Mutter rastet aus.

Wer ist Schuld? Das freche Kind oder die Mutter, die mal wieder sich darüber aufgeregt hat?

Wenn die Mutter diesen Dauerstress abbauen möchte, sollte sie 2 Dinge probieren:

a) überlegen, ob sie nicht dafür mitverantwortlich ist, dass das Kind glaubt so frech antworten zu dürfen

b) sich bewusst werden, dass sie nächstes Mal auch einfach nicht darauf reagieren kann. Das wird eine ganz neue Dynamik in die Beziehung bringen. Sie kann vielleicht das freche aus dem Kind nicht mehr raus erziehen - sie kann aber ihre eigene Stimmlage, Wortwahl und Reaktion bestimmen.



Tipp 2 - Mach ein Wenn-Dann-Plan


Wer öfters die Kontrolle über die eigenen Emotionen verloren hat, hat noch keinen Wenn-Dann-Plan! Vorbereitung ist die beste Waffe gegen den Stress. So kannst du dir einen Plan machen:

  • Nehme ein weisses Blatt Papier und falte es einmal länglich in der Mitte (damit du zwei Spalten hast)

  • Auf die erste Spalte, schreibst du "Wenn"

  • Auf die zweite Spalte, schreibst du "Dann"

  • Jetzt füllst du die Spalten mit Sätzen aus, wie: "Wenn mein Kind frech antwortet - dann zähle ich bis 3, atme tief ein und drehe mich weg"; "Wenn mein Kollege wieder versucht, mir seine Arbeit zu delegieren, dann sage ich ganz bewusst: vielen Dank, aber das schaffe ich leider nicht. Musst du selbst machen"

Wenn du Schwierigkeiten hast, die richtigen Wenn-Dann Sätze für dich zu finden, dann kannst du mich gerne kostenlosen Fragen. Hier gehts direkt zum Kalender.



Tipp 3 - Schaff unnötige Hausarbeit ab


"Mach doch weniger!" - hört man von Menschen die es nur gut meinen, aber keine Ahnung haben. Oft hat man einfach viel zu viel Verantwortung und kann keines der Dinge einfach fallen lassen oder verschieben.

Das ist mir neulich auch passiert. Ich gehe in meiner Familie sehr offen damit um, wie es mir geht - auch weil ich meinen Kindern nicht vorspielen möchte, dass man sich immer nur total gut fühlen muss. Dann kamen schon die ersten "gut gemeinten" Tipps.


Dann habe ich mir mal alles durch den Kopf gehen lassen:

  • ich könnte ja mal keine Wäsche waschen - ne, dann meckern alle, dass ihr Schubladen leer sind;

  • ich könnte ja mal nicht in den Supermarkt gehen - ne, dann haben wir ja nichts zu essen

  • ich könnte ja mal nicht Staubsaugen - ne, dann beschweren sich alle, dass die ganzen Katzenhaare rumfliegen

  • ich könnte ja mal nicht kochen - ne, dann bricht erst recht die Hölle aus

  • ich könnte ja mal keinen Urlaub planen - ne, dann ist die ganze Familie enttäuscht und ich bin schuld daran, dass sie keine Zeit zum entspannen haben

  • ich könnte ja mal keine tausend Emails und Whatsapp's von der Schule lesen - ne, dann verpasse ich etwas wichtiges und mein Kind ist total enttäuscht

Als ich nichts gefunden habe, was ich liegen lassen könnte, sagte man mir: "lass doch mal deine Arbeit liegen. Du musst ja nicht arbeiten, dein Mann verdient ja gut".

Ja dann bin ich richtig traurig geworden.... Ich soll allen ernstes das eine, was mir super viel Freude bringt, aufhören zu tun? Nein. Das war, nach meinen Kindern, meine top Priorität. Trotzdem kann ich nur empfehlen, dass, wer unter Dauerstress leidet, unbedingt die eigenen Prioritäten hinterfragen und umsortieren sollte. Und so kann es gelingen:


  1. frage dich nicht was du liegen lassen sollst, sondern was du weniger perfekt oder etwas zügiger machen kannst.

  2. glaube nicht, dass du alles selbst machen musst, sondern bitte anderen um Hilfe. Delegiere 2 Dinge die dir wichtig sind, aber von jemand anderem übernommen werden kann

  3. Versuche nicht alles an einem Tag zu erledigen sondern verteile deine Aufgaben auf unterschiedliche Wochentage. So musst du dich nicht jeden Tag ums Saugen, Putzen, Einkaufen und Waschen kümmern. Das reduziert die Überforderung.


Zitat hausarbeit


Tipp 4 - Besorg dir eine Zeit-App


Ich nutze die App "atWork" um einen Überblick zu bekommen, wie viel Zeit ich für welche Arbeit verbrauche. (PS: ich verdiene nichts mit dieser APP Empfehlung).

Sowie ich etwas anfange, wie zum Beispiel Urlaub planen, drücke ich auf Start und wähle die Aufgabe "Urlaub Planung" aus. Das mache ich auch mit Themen meiner Arbeit wie zum Beispiel: Blogs schreiben, an der Webseite schrauben, Kundengespräche führen, usw.


Daten und Fakten helfen immer. Gerade wenn es um die Zeit Frage geht, denn mit ihr haben wir fast immer eine falsche Einschätzung.


Wusstest du, dass wir in kleineren Räumen, die warme Wandfarben haben, die Zeit als länger empfinden? Es kommt uns vor als würden wir da schon seit Stunden sitzen - wenn in Wirklichkeit gerade erst mal die hälfte der Zeit vergangen ist.

Deshalb lohnt es sich mal fest zu halten, wie viel Zeit wirklich verpufft. So kannst du besser entscheiden, wofür du deine kostbaren Minuten nutzten möchtest.



Tipp 5 - Finde einen Ruheraum


Ich spreche nicht von Ruheräumen in der Sauna - ich spreche von Ruheräume Daheim. Einen Ort, indem du ungestört und ganz alleine mal für mindestens 30 minuten entspannen kannst. Ein Raum der zu dir passt, der alles hat was dir gut tut und - am aller wichtigsten: eine Zone die von anderen wirklich respektiert wird.


Wenn du kein getrenntes Zimmer übrig hast, dann kannst du dir auch eine Ecke einrichten. Wichtig dabei zu beachten ist:

  • Familienmitglieder müssen wissen, dass das dein Ruheraum / Ruheecke ist

  • Jeder muss sofort erkennen können, wenn du kurz entspannst. Da hilft ein Schild zum Beispiel

  • Es sollte eher minimalistisch eingerichtet sein - weniger visuelle Stimmulation

  • Und am wichtigsten - eine Handy und Tablet freie Zone



Tipp 6 - Überleg, was dich wirklich schnell entspannen kann


Dieser Punkt ist gar nicht mal so trivial. Die meisten Menschen können das wirklich nicht beantworten. Sie denken, sie wissen's - aber wenn sie es tun, passiert nichts mit der Entspannung. Wundern sich dann, warum der Druck immer noch da ist.


Überleg, was dich wirklich schnell entspannen könnte. Mit schnell meine ich, innerhalb von 5 Minuten. Dein Körper spürt es und dein Kopf fokussiert sich auf etwas neues. Das Gefühl im Körper ist als würde er etwas in sich einfallen, er fühlt sich leichter an oder man spürt wie er sich mit einer ruhigen Energie auflädt. Im Kopf geht es so, als würde man in ein Tunnel geraten, in eine neue Zone und es ist, als würde die Zeit kurz stehen bleiben.


10 Ideen meiner Kunden, die du mal ausprobieren kannst

  • Puzzeln

  • Katze oder Hund Bürsten

  • Nägel schneiden oder lackieren

  • Haare bürsten

  • eine Kurzgeschichte lesen

  • Mit der anderen Hand versuchen etwas zu schreiben oder zeichnen

  • Unkraut rupfen

  • den ganzen Körper einkremen

  • Sudoku machen

  • Kreuzworträtsel lösen



Tipp 7 - Setzt dich nicht unter Druck


Mit der Entspannung ist es wie beim einschlafen. Wenn man denkt: "jetzt muss ich mal schnell entspannen", wächst der Druck und wir schaffen es nicht. Was aber funktioniert, ist wenn man auch dafür einen Wenn-Dann-Plan hat.


Zum Beispiel:

  • Wenn ich Druck auf der Brust spüre, dann schwinge ich meine Arme hoch und atme 3 Mal tief ein.

  • Wenn ich anfange aufzustossen, dann trinke ein ganzes Glas Wasser und laufe dabei rückwärts

  • Wenn ich es wieder nicht geschafft habe, vor dem Stressgefühl rechtzeitig zu entspannen, dann werde ich mal beobachten und aufschreiben, was mich am meisten nervt.


Menschen brauchen kleine Ziele die wirklich etwas bewirken, sonst machen sie es nicht. Hört auf zu glauben, dass einen Stunde joggen, die restlichen 12 vom Stress ablösen wird.



Verändere nicht nur die 6 Mentalen und Organisatorischen Tipps die ich dir oben gegeben habe, sonder verändere auch deinen Raum, wenn es dir nicht gut geht.

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Warum Räume so wichtig sind


Wie wichtig Räume sind und wie sehr wir sie richtig gestalten müssen ist nicht nur meine Meinung - auch die WHO und Studien aus der Neuroarchitektur & Psychoneuroimmunologie, haben das schon längst bestätigt.


„Wir müssen anfangen, den Raum zu nutzen, um unsere Gesundheit und Leistung zu verbessern. Räume können uns seelisch krank machen“

Was andere Experten sagen:


Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) gibt folgendes in ihrem Faktenblatt zur psychischen Gesundheit an: „Psychische Gesundheit und Wohlbefinden werden nicht nur durch individuelle Merkmale beeinflusst, sondern auch durch die sozialen Umstände, in denen sich Menschen befinden, und die Umgebung, in der sie leben. Diese Determinanten interagieren dynamisch und können den psychischen Zustand einer Person bedrohen oder schützen“. Die Umgebung ist eine Sammlung von Räumen.


Die Neuroarchitektur (Studien, die von Neurowissenschaftlern und Architekten durchgeführt werden, um zu verstehen, wie die Umwelt das Gehirn und unser Verhalten verändert) beschreibt, dass die Wirkung der architektonischen Form eine erhebliche Verantwortung für die psychische Gesundheit der Menschen trägt; leben sie in gesunden Räumen in einer Umgebung, die ihren Bedürfnissen entspricht, so wirkt sich dies positiv auf ihre vitalen (lebenswichtigen) Funktionen aus.


Unsere Vorfahren haben schon immer Erkenntnisse darüber gesammelt, wie sie die Umgebung gestalten müssen, um erfolgreich zu sein. Die Inkas, Mayas, Azteken und Ägypter sind nur ein Beispiel, wie sie in Harmonie mit dem "drum herum" gebaut haben. Diese Völker, und auch die Chinesen mit ihrem Feng Shui und Inder mit ihrem Vastu, haben nicht nur schlau gebaut, sondern haben auch die Macht des Glaubens mit Gegenständen gesteuert. Sie haben die Psyche dabei beeinflusst.



Es besteht kein Zweifel - der Raum ist ein Gesundheits- und Erfolgsfaktor!



Die Autorin: Katia Steilemann ist Raumexpertin, Mental Coach und Präventologin. Sie zeigt, wie wir mehr aus unserem Zuhause machen – damit wir dort Kraft für unseren Alltag tanken können. Ihre Tipps sind bekannt im RTL, WDR, SAT1.


Photo credits: Wix.com

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